"Ach du liebes Bisschen! Wie hat er denn das geschafft?" Koksi besah sich die Bescherung. Bruno schaute ihm über die Schulter. "Bestimmt bei der Arbeit. Der ist ja praktisch immer am Arbeiten, wenn er nicht gerade isst oder ...
Da! Der Mistkerl ist wieder da. Hat letztes Jahr über 20 Fischis gefressen, die armen Kleinen. Aber: Henk hat eine Zwille gebaut ...
"Koksi, das wird so nichts." Der kleine Eisbär war den Tränen nahe. Er stemmte sich gegen die Häkelnadel wie ein verzweifelter Bootsmann, der sein gehäkeltes Schiffchen gegen Hochwasser verteidigt. "Teddyz, ich bin zu klein!", heulte er mit heller Stimme ...
"Du hast deinen Fuß in meinem Gesicht!" maulte Henk und schob Brunos Tatze beiseite. "Oh. War keine Absicht." Bruno drehte sich um. "Hast du aber Käse-Mauken, mein lieber Scholli", bemerkte Henk. "Das ist auch keine Absicht", murrte Bruno. Er zog seinen Fuß trotzdem etwas näher an sich heran. "Könnt ihr mal aufhören? Wir wollen schlafen, es ist mitten in der Nacht." "Jetzt hab ich Hunger", sagte Henk und rollte sich vom Kissen.
Nachdem Bruno und Henk gestern wild mit Schneebällen auf die Vögel am Vogelhaus warfen, wurde es den Piepmätzen zu bunt: Sie riefen Verstärkung. Die Schafpiraten sind stinkig und empört. Das Größenverhältnis ist ähnlich dem von Mensch zu Tyrannosaurus Rex. Das Gefühl, ihm gegenüberzustehen ist es auch.
"Das sieht nicht schön aus." Henk zog an einem Ende, Bruno am anderen. "Was hat sie sich nur dabei gedacht? Das schöne Garn." Henk nahm das Ende des Fadens auf und wickelte eine 8, um daraus später ein Knäuel zu bilden. "Ihr Mistkerle! Raus aus meiner Häkelarbeit! Bruno, lass den Faden los, sofort!"
"Schau mal Bruno, ich habe nachträglich zum Geburtstag Eisblumen geschenkt bekommen!" Bruno marschierte zu seinem Freund Koksi ans Fenster. Die Blumen an der Glasscheibe waren wirklich wunderschön. "Das ist der Vorteil wenn man im Winter geboren wird; an Eisblumen herrscht kein Mangel." "Von wem sind die?", fragte Bruno.
Ich bin Bruno, und ich stamme aus der Massenbärhaltung. Am 12. Oktober 2012 hat Sybille mich auf dem Kramermarkt in Oldenburg gerettet, in dem sie auf rennende Metall-Schweine geschossen hat. Freiheit! Vive la liberté! Nieder mit den Schießbuden!
Briefe von Euch, danke!